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Crowdfunding – Wie geht das und was sind die Vor- und Nachteile?

Spätestens seit dem Film Stromberg, der über Crowdinvesting finanziert wurde, ist das Thema der breiten Masse bekannt. Für Startups, Wachstumsunternehmen, soziale Projekte und auch Immobilien ist das Crowdfunding eine innovative Finanzierungsmöglichkeit. Über ein Crowdinvesting kann sich fast jeder unkompliziert über das Internet am Erfolg von innovativen Unternehmen beteiligen und auf diesem Weg Produkte erwerben oder man hat die Chance auf eine Rückzahlung inklusive Zinsen. Somit bringen Plattformen wie  indiegogo, startnext oder kickstarter die  Darlehensgeber und die  Darlehensnehmer zusammen. Vor allem in der heutigen Zeit, wo „sichere“ Geldanlagen wie das Sparbuch, Tagesgeld, etc. nur minimale Zinserträge abwerfen, die häufig sogar unter der Inflationsrate liegen ist das Crowdfunding interessanter als je zuvor. Start Ups die sich auf Crowd-Funding-Plattformen präsentieren, profitieren von den Zahlreichen Besuchern der Plattform, den rechtlichen Rahmen der geschaffen wird und von diversen Marketingmaßnahmen die dem Unternehmen zur Verfügung stehen. Außerdem wird der ganze Prozesse, bis hin zur Projektverwirklichung von der Plattform unterstützt und schafft somit klare Strukturen und Sicherheiten.

Welche Phasen werden durchlaufen?

Vorbereitungsphase:

Zunächst einmal sollte man seine Geschäftsidee durchdenken und überlegen ob Crowfunding tatsächlich der richtige Finanzierungsweg ist, oder ob der klassische Weg, z.B. über die KfW besser geeignet ist. Innovative Produkte eignen sich natürlich besser, als Dienstleistungen, da von Produkten jeder partizipieren kann. Es ist außerdem Ratsam sich zu überlegen, wie viel Geld man benötigt. Das kann man durch eine Liquiditätsplanung herausfinden. Ferner sollte man darüber nachdenken, wie hoch das eigene Budget für Marketingmaßnahmen ist, um die Kampagne bekannt zu machen. Wichtige Fragen sind auch, welchem Publikum man sein Projekt vorstellen möchte, dementsprechend muss die geeignete Plattform gefunden werden und was man seinen Darlehensgebern für eine Gegenleistung anbietet. Ratsam ist auch, sich erfolgreiche Kampagnen anzuschauen und zu sehen welche Maßnahmen für den Erfolg verantwortlich waren.

Bearbeitungsphase:

In dieser Phase meldet man sich auf der Plattform an. Projekte die eine größere Zielgruppe ansprechen sollen können auch auf internationalen Plattformen platziert werden. Bei der Anmeldung ist es wichtig, alle Richtlinien einzuhalten, beispielsweise das Mindestalter, die richtigen Personalien und die Einhaltung von Urheberrechten.

Anlaufphase:

Ist das Projekt auf der Plattform freigeschaltet, ist es öffentlich und das erste Feedback kann eingeholt werden. Auf einigen Plattformen benötigt man eine bestimmte Anzahl von Interessenten, um das Projekt erfolgreich durchziehen zu können und um in die Finanzierungsphase zu gelangen.Wenn man innerhalb einer gewissen Zeit nicht die gewünschte Anzahl von Fans erreicht, wird  das Projekt beendet. Daher sollte man in dieser Zeit entsprechende Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen starten, um die nötige Aufmerksamkeit für sein Projekt zu bekommen.

Finanzierungsphase:

In der entscheidenden Phase wird dann das zuvor bestimmte Ziel im besten Fall erreicht. Während der gesamten Finanzierungsphase, kann man Änderungen vornehmen. Das sollte man auch tun, um seine „Investoren“ auf dem Laufenden zu halten. Immer wieder kommt es vor, dass Projekte innerhalb von wenigen Stunden finanziert werden. Das stellt aber die Ausnahme dar und ist sicherlich nicht ohne clevere Marketingmaßnahmen machbar. Häufig passiert das, wenn Videos von den Produkten in den sozialen Medien viral gehen. Sollte es zu keiner Finanzierung kommen, da die Schwelle nicht erreicht wurde, wird das gesamte Geld an die Anleger zurück gezahlt.

Hat man seinen Geldbetrag auf dem Konto, kann es schließlich mit der Umsetzung des Projekts so richtig losgehen.

Was sind die Vorteile von Crowdfunding?

  • Zu finanzierende Projekte die bei Banken nicht unterstützt wurden, haben eine realistische Chance
  • Man erkennt direkt den Nutzen seines Produktes
  • Man lernt seine Zielgruppe besser kennen
  • Produkte können anhand von Feedback verbessert werden
  • Es geht nur um das Produkt und wie man sein Produkt präsentiert. Keine Schufa Auskünfte etc.
  • Keine unerwünschte Beeinflussung des Projekts durch Kapitalgeber

Was sind die Nachteile von Crowdfunding?

  • hoher Zeitaufwand um sein Produkt professionell darstellen zu können
  • Werbevideo, Marketingmaßnahmen außerhalb der Plattform häufig essenziell
  • Alles oder nichts lautet die Devise. Selbst wenn die finanzierte Geldmenge nur um einen Euro die Finanzierungsschwelle unterschreitet, wird das Projekt nicht realisiert

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By |2018-09-18T15:02:52+00:00September 7th, 2018|Magazin|0 Comments